Neue Ausstellung ab 25. März 2017:

Meissener Variationen. Vom Nachttopf bis zum Prunkservice

Erleben Sie das breite Spektrum der Meissener Porzellankunst demnächst in der frisch gestalteten zweiten Etage des Porzellanmuseums. Tauchen Sie in Themen ein wie Literatur, Mode, Musik oder Theater. Neu inszeniert, erzählen die Porzellane Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. Das Besondere liegt oft im Detail oder auch in der Entstehungsgeschichte dahinter.

Katholisch oder evangelisch?

Im Kontext des Lutherjahres sehen Sie sakrale Porzellane, die lange Zeit im Depot schlummerten. Eine große Figurengruppe um den Heiligen Franziskus zeigt sowohl die künstlerische als auch die technische Meisterleistung Kaendlers und seiner Mitarbeiter. Zum Wechsel der Konfession von August dem Starken hätte Luther sicher auch etwas zu sagen. So findet er sich wieder neben den Evangelisten und Aposteln und neben Bischof Benno, dessen Heiligsprechung ihm ein Dorn im Auge war.

Zu Tisch bitte: Das Schwanenservice

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist eine prächtige Tafel, eingedeckt mit dem opulentesten Service des 18. Jahrhunderts, dem Schwanenservice. Johann Joachim Kaendler arbeitete zusammen mit Johann Friedrich Eberlein von 1737-1742 an dessen Ausformung. Über 2000 Einzelteile sind dafür entstanden. Für 100 Gäste war es gedacht. Auftraggeber war Heinrich Graf von Brühl, Premierminister und Direktor der Porzellanmanufaktur.

Ein Nachttopf aus Meissener Porzellan

Doch Meissener Porzellan kann ebenso politisch oder gar technisch sein. Wussten Sie, dass auch Isolatoren, Nachttöpfe oder Grabplatten aus echtem Meissener entstanden sind?

Verbinden Sie Ihren Besuch im Museum mit einer Besichtigung der Schauwerkstätten der Porzellan-Manufaktur. So wird Ihr Aufenthalt bei uns zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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